FSV Ilmtal Zottelstedt e.V.

Es ist an der Zeit für den

Hans-Jürgen Häfner, 29.12.2018

Es ist an der Zeit für den

Jahresrückblick 2018

Liebe Vereinsmitglieder, Fans und Förderer unseres Vereins.

Da eine 2013 wieder aufgelebte Tradition, die Jahresabschlussfeier des Vereins, keinen festen Platz in den Veranstaltungskalender gefunden hat, was ich aus mehrerer Hinsicht bedauere, wähle ich diese Form des Jahresrückblickes.

2018, die Fortsetzung einer Erfolgsgeschichte unseres Vereins in sportlicher Sicht. Aber wie Ihr wisst, ist dies nicht alles, was unseren Verein ausmacht. Doch der Reihe nach.

Im Nachwuchsbereich konnte die erfolgreiche Arbeit der letzten Jahre fortgesetzt werden. Dies vor allem Dank des unermüdlichen Einsatzes der Trainer und Übungsleiter. Es ist ihrem Engagement zu verdanken, ihrer Zeit, die sie nicht mit ihren Familien oder Freunden verbringen, dass wir in allen Altersklassen Mannschaften stellen können und dass wir sowohl in den Kreisligen als auch Oberligen dabei sind. Dass es Spieler gibt, die sich bis zur Aufnahme in Leistungszentren bei uns entwickelt haben. Und es ist gut zu erleben, dass Sportfreunde, die die Sportschuhe schon einige Jahre an den Nagel gehängt hatten, wieder da sind und dass Männerspieler sich der Herausforderung als Übungsleiter stellen. Aber auch, dass es schon ältere Juniorenspieler gibt, die sich ebenfalls zum Übungsleiter ausbilden lassen und das Traineramt ausüben. Da können ihre bisherigen Trainer nicht viel falsch gemacht haben. Eine Entwicklung, die aber erst in den letzten Jahren unsere Vereinsarbeit prägt.

Es sollte an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben, dass sich die Sportler, die unsere Spielgemeinschaft mit dem VfB Apolda gestalten, ebenfalls einen guten Job machen und wir es dadurch erreicht haben, dass mehr Junioren im Spiel- und Trainingsbetrieb stehen, auch hier gilt es danke zu sagen. Redebedarf besteht aber auch dort.

Dass es nicht immer und überall reibungslos funktioniert, ist auch der Sache geschuldet, dass, wenn Menschen zusammen kommen, die unterschiedliche Vorstellungen vom Miteinander haben, es auch vieler Gespräche bedarf. Dieser nehmen wir uns an, gleich wohl es stets vom Einzel-hin zum Mannschafts- bis hin zum Vereinsinteresse sich bewegen muss. Dieses Vorgehen hat uns auch so stark als Verein werden lassen und dies werden wir konsequent fortsetzen.

In diesem Jahr möchte ich mich vor allem bei Sportfreunden bedanken, die jetzt auch in unserer Gruppe der Schiris versammelt sind. Philipp Meynburg, Marcel Dittmann und Philipp Häfner- Diese Sportler hatten den Hilferuf des Vorstands aufgegriffen und sich der Schiriausbildung gestellt, bestanden und üben dies jetzt neben ihren anderen Vereins-verpflichtungen aus. Wichtig deshalb, da wir nur noch einen Schiri außerhalb der Vereinsarbeit im Ligabetrieb hatten, unseren Günther, der schon viele Jahre die Fahne im wahrsten Sinne des Wortes hoch hält. Wären sie nicht gewesen, hätte dies Strafgeld bedeutet und Punktabzug bei unserer Männermannschaft. Also Jungs, auch auf diesem Weg noch einmal herzlichen Dank für Euer Engagement, wir bauen auf Euch.

Ja, unser Männerbereich, nach kriselnden Jahren, in denen viele Gespräche notwendig waren, menschliche Verletzungen passierten und auch Fehler gemacht wurden, sind diese überwunden. Die Junioren von gestern, die uns in der Verbandsliga vertreten hatten, die Tripple holten, Mannschaften des Jahres im Kreis wurden oder einzelne Spieler auch im Land Thüringen Ehrungen erhielten, diese sind jetzt eine der tragenden Säulen im Männerbereich. Auch hier noch einmal Dank an alle, die dies ermöglicht hatten- Eltern, Förderern und vor allem auch hier den Trainern.

Dass es im Männerbereich funktioniert, man sehe sich die Tabellen an, man höre in die Kabinen hinein und schaue sich die Besetzung auf den Trainerstühlen an, kann jeder erleben. Die Zweite, vor Jahren noch aus dem Spielbetrieb zurückgezogen, jetzt Staffelsieger- Aufstieg und ein Trainer, der die eigene sportliche Laufbahn als Spieler beendet hat und sich jetzt dieser Herausforderung stellt, prima. Ein anderer Trainer, ein über 20 Jahre im Verein Aktiver, dem der Verein viele sportliche Erfolge zu verdanken hatte, trennte sich von uns, aber jede Entscheidung zur Veränderung braucht auch eine Chance und so kam es, dass ein eben noch selber Männerspieler und erfahrener Juniorentrainer, das Amt des Trainers der 1. Männermannschaft übernehmen....nun musste, denn die Wahrheit ist, ich ließ ihm auch keine andere Chance, nach dem wir mit den Spielern geredet hatten, und-  er nahm diese Herausforderung an, danke Dir Thomas. Bisher kein Fehlgriff, über das Training wird gestöhnt, denn es findet ein anspruchsvolles und sportlich gut durchdachtes statt, was mich beides freut. Im zweiten Jahr Kreisliga, mal sehen, was passiert. Ich habe immer an die Truppe geglaubt, und sportlich hat sie mich auch bisher nicht enttäuscht. Und dies kann man gewiss auch von unseren Wochenendsportlern sagen. Es ist schön zu erleben, dass es dieser Truppe, jetzt um Tobias Scheeler, Spaß macht, sich im Verein wohlzufühlen, die Verantwortung mit übernimmt und sportliche Erfolge zu verzeichnen hat. Hier wurde eine tolle Alternative geschaffen, wenn man aus dem aktiven Spielbetrieb ausscheiden, sich aber noch weiterhin etwas sportlich betätigen will. Neu hinzugekommen ist eine Möglichkeit, sich in Familie am Wochenende in einer Sporthalle sportlich betätigen zu können. Dieses Angebot muss sich noch besser herumsprechen, mal sehen, was daraus wird. Wendet Euch ruhig an mich, wenn Ihr mit Eurer Familie etwas machen wollt.

Natürlich möchte ich unsere vorletzte Mannschaft nicht vergessen zu erwähnen, unsere Küchencrew. Auch in diesem Jahr gestaltete sie unser Vereinsleben tatkräftig mit. Bei den Turnieren hat sie gezeigt, wozu sie mit Verstärkung in der Lage ist. Es wäre aber nicht ehrlich, wenn ich hier über die bestehenden Probleme hinwegsehen würde. Zu lange ging man nicht ehrlich miteinander um, verletzte sich und machte sich das Leben selber schwer. Es wurden Engagierte, die aus einer entstandenen Notwendigkeit heraus gleich mehrere Mannschaften betreuten, verprellt. Ergebnis, wir haben keine Absicherung aller Trainingstage mehr. Und, was nicht nur ich missbillige, wurde ihnen aus einigen Mannschaften heraus zu wenig Unterstützung zu teil, das muss besser werden. Das braucht das Team, sonst wird es ihm nicht wieder gelingen, unsere Trainings- und Spieltage so abzusichern, dass jeder einen Kaffee, ein anderes Getränk, zu Essen oder die beliebten Stangen erhalten kann. Das hätte Auswirkungen für den ganzen Verein, zum einen fühlen wir uns nicht wohl und zum anderen werden wir unsere wirtschaftlichen Ziele wieder nicht erfüllen. Auch dieses Team ist ehrenamtlich unterwegs, genauso wie der Vorstand, der letzten unserer Mannschaften, der ich mich zuwenden will.

Einen Verein von 187 Mitgliedern zu führen, weiterzuentwickeln und Bewährtes zu erhalten ist nicht mal so nebenbei gemacht. Da passieren Fehler, treten Überforderungen auf, die, wenn man offen damit umgeht, immer zu heilen sind. Dass hier Vieles richtig gemacht wurde, zeigt auch unsere Außendarstellung. Für die ehrenamtliche Tätigkeit wurden in diesem Jahr der Verein, als auch Einzelmitglieder wieder geehrt. Aber auch hier wäre es nicht ehrlich, wenn nicht auf Defizite aufmerksam gemacht werden würde. So sind wir mit der Pflege unserer Sportanlage noch nicht so aufgestellt, wie dies notwendig wäre. Es gehört eben mehr dazu als nur auf Missstände hinzuweisen, zu wenige Hände fassen mit an. Auch mit dem Zustand unseres Geländes zeigen wir nach Außen, wie es unserem Verein geht. Denn es ist nicht nur, dass der Verein sich mit dem Vertrag aus 2009 der Stadt gegenüber zur Pflege der Anlage verpflichtet hat, wir bekommen dafür auch von dort her Unterstützung. Durch die Anzahl der Nutzungszeiten, die sich seit Gründung des Vereins verzehnfacht hat, müssen wir mehr Zeit und auch mehr Geld für die Erhaltung des Ganzen aufbringen, sonst fahren wir unsere Anlage auf Verschleiß. Alle im Vorstand sind genauso ehrenamtlich tätig wie die anderen Vereinsmitglieder, sie versuchen ihre Aufgaben nach ihren Möglichkeiten im Vorstand zu lösen, neben allen privaten und beruflichen Problemen, die man eben manchmal so hat. Doch im Vergleich zum Vorjahr ist schon einiges besser gelungen, dies stimmt optimistisch.

Nicht über alles konnte ich hier schreiben, wenn jemanden noch etwas auf den Nägeln brennt, komme er einfach auf mich zu.

Jetzt bereiten wir das Jahr 2019 vor, das 70.Vereinsjahr. Dafür wünsche ich uns allen viel Kraft, Erfolg und auch das notwendige Glück. Vor allem aber ein Umfeld, in dem sich jeder wohlfühlt und die Gesundheit, die uns alles schaffen lässt, was jedem selbst und uns gut tut.

 

Man sieht sich!

Euer

Hans- Jürgen Häfner