Der neue Trainer der 1. Männermannschaft im Gespräch

Hans-Jürgen Häfner, 11.01.2023

Der neue Trainer der 1. Männermannschaft im Gespräch

Du bist innerhalb von 2 Jahren wieder bei mir zum Interviewe. Damals als Kapitän der 2. Männermannschaft und als Trainer einer Juniorenmannschaft. Dich also vorzustellen kann nur für die vereinsfremden Leser sein. Dein Name ist Stefan Tarne, du bist 34 Jahre alt, verheiratet, hast 2 Kinder und arbeitest als Heilerziehungspfleger. Im Verein bist du seit 2012. Zuerst nur als Spieler und seit 7 Jahren als Trainer im Juniorenbereich.

Schließt sich mit der heutigen Berufung als Trainer der 1. Männermannschaft heute ein Kreis für dich? Das kann man schon so sagen. Für mich war es schon immer ein Ziel eine Männermannschaft zu trainieren. Wie oben schon beschrieben, bin ich seit 7 Jahren als Trainer im Jugendbereich tätig und habe dort schon einiges miterlebt. Zu dem dauert es nur noch 2 Jahre bis meine erste trainierte Juniorenmannschaft in den Männerbereich wechselt, sollte ich dies als Trainer miterleben, wäre das eine feine Sache und der Kreis würde sich damit tatsächlich schließen.

Welche sportlichen Ziele verfolgst du, welche Akzente wirst du setzen? Unser sportliches Ziel hat sich nicht geändert, wir möchten auch in der kommenden Saison Kreisoberliga spielen. Ob uns der Klassenerhalt am letzten Spieltag oder auch schon eher gelingt, ist mir persönlich egal, Hauptsache er gelingt. Da ich durch meinen Vorgänger, Thomas Schmidt, eine intakte, taktisch gut ausgebildete Mannschaft übernehmen darf, brauchen wir nicht bei Null anzufangen. Wir werden sicherlich die Trainingsgestaltung ein wenig anders halten und viel im taktischen Bereich arbeiten. Zu dem haben wir auch die eine oder andere Idee, unsere Standartsituationen besser zu nutzen. Ein weiteres Ziel wird es ebenfalls sein, Jungs aus unserer zweiten Mannschaft an unsere erste heranzuführen und gegebenenfalls auch dort zu integrieren.

Wird dein Herangehen an das Traineramt sich von dem deines Vorgängers unterscheiden?               Ich denke, dass jeder Trainer seine eigene Handschrift hat und mit verschiedenen Situationen anders umgeht. Vom Spielstil wird sich für unsere Männer nicht viel ändern, da haben Thomas und ich schon eine ähnliche Spielidee. Was zum Beispiel Trainingsgestaltung, Besprechungen oder das coachen an der Seitenlinie betrifft, wird es sicherlich eine Veränderung geben. In der Kabine bin ich eher der ruhige Trainer, an der Seitenlinie kann das dann schon mal anders aussehen. Ansonsten sind Thomas und ich ähnliche Trainertypen.

Der Kader im Männerbereich ist sehr übersichtlich aufgestellt. Wird sich dies mit dir ändern und wenn ja wie?                                                                                                                                                      Sollte uns das Verletzungspech der Hinrunde zur Rückrunde fremd bleiben, dann können wir für unsere beiden Männermannschaften etwas optimistischer in die Zukunft gucken. Aus unserem Juniorenbereich kommen erst in 2 Jahren die nächsten Spieler in den Männerbereich. Diesen Zeitraum heißt es zu überbrücken. Natürlich würden wir uns über externe Neuzugänge für unsere Erste sowie Zweite Mannschaft freuen, aber dies ist nicht so einfach. Man unterhält sich schon mit dem einen oder anderen Spieler, aber es gibt fast immer die selbe Antwort: Ich möchte mit meinen Freunden zusammenspielen. Und das kann ich verstehen. Natürlich haben wir in Zottelstedt ein super familiäres Umfeld und 2 sympathische Männermannschaften, so dass es sich schon lohnt, ein Blick zu uns zu werfen. Was ich daran ändern kann, eventuell mit guten Trainingseinheiten und Spielergebnissen auf uns aufmerksam zu machen. Das haben Thomas und vor allem die Jungs aus der Männermannschaft in den letzten Jahren schon immer wieder getan.

Wie hast du dich auf dieses Amt vorbereitet und was gehört deiner Meinung nach noch dazu?         Der Zeitpunkt, unsere erste Männermannschaft zu übernehmen, kam ganz passend. Anfang Dezember habe ich meine C-Lizenz erworben. Dies ist schon mal eine gute Vorbereitung. Zudem habe ich mir auch schon das eine oder andere Buch durchgelesen sowie verschiedene Sequenzen von Taktiken und Aufstellungen angeschaut. Man sollte als Trainer ein autoritäres Auftreten haben. Die Jungs müssen schon wissen, wer die Entscheidungen trifft. Allerdings sollte man dabei niemals den menschlichen Aspekt vergessen. Wir sind alle Tagsüber auf Arbeit und kommen dann am Abend zum Training. Da ist nicht jeder Tag gleich. Mal ist er besser und mal schlechter und das wirkt sich dann auch auf deren Leistung aus. Dafür sollte man als Trainer Verständnis haben und darauf eingehen. Ich bevorzuge einen Umgang aus beiden. Ich möchte mit den Jungs alles besprechen, in Entscheidungen mit einbeziehen, zusammen Spaß haben, aber wenn es darauf ankommt, muss der notwendige Ernst vorhanden sein und dann gilt das Wort des Trainers.

Bis her warst du Spieler im Männerbereich. Wird dies bleiben? Gute Frage. Aus Zeitlichen Gründen werde ich der zweiten Männermannschaft leider nicht mehr zur Verfügung stehen. Sollte es bei unserer ersten Mannschaft mal wieder eng aussehen, kann ich mir schon vorstellen, notfalls die Schuhe zu schnüren. Dies ist aber nur möglich, weil mein Co-Trainer Thomas Franke dann die Jungs von außen Coachen kann.

Was sagt deine Familie zu deiner Entscheidung?                                                                                             Meine Familie steht hinter mir. Wir haben einige Gespräche geführt, ob der Aufwand machbar ist. Dabei hat mir meine Frau gut zugesprochen, da kann ich mich sehr glücklich schätzen. Zudem würde Sie dann auch die Küche für diesen Bereich mit abdecken. Und mein vierjähriger Sohn, hat dieses Jahr bei unseren G-Junioren angefangen, freut sich schon darauf, an der Seitenlinie für Furore zu sorgen.

In 100 Tagen, wo steht die 1. Männermannschaft des FSV Ilmtal Zottelstedt e.V. ? Ich hoffe, dass wir in 100 Tagen weit entfernt von der Abstiegszone stehen und im Pokal eine Runde weiter gekommen sind. Zum Abschluss möchte ich mich noch für das entgegengebrachte Vertrauen bedanken. Ich freue mich riesig darauf mit den Jungs den Weg weiter zu bestreiten den sie vor Jahren eingeschlagen haben.

Herzlichen Dank und natürlich viel Erfolg!

H.-J. Häfner