Dank an alle Helfer und etwas zum Nachdenken bleibt!
Hans-Jürgen Häfner, 25.03.2018
2.Integrationshallenturnier des FSV Ilmtal Zottelstedt e.V.
Es war schon eine gewisse Aufregung in der Halle zu spüren, bevor das Turnier der 80 Aktiven aus sieben Nationen im Beisein des Bürgermeisters der Stadt Apolda Herrn Rüdiger Eisenbrand und Armin Romstedt vom Thüringer Fußballverband durch den Vereinspräsidenten Hans- Jürgen Häfner eröffnet werden konnte.
Bereits eine Stunde, bevor das Turnier begann, waren die ersten Mannschaften in der Halle und machten sich warm, führten Dehnungs- und Zuspielübungen durch oder kamen ins Gespräch, denn einige kannten sich schon aus dem Vorjahr oder den Turnieren, die der Verein in den letzten Jahren auch auf dem Zottelstedter Sportplatz durchführte. Insgesamt war es bereits das 5.Turnier, welches durch den Zottelstedter Verein organisiert wurde. Dabei arbeitete er in den letzten Jahren sehr eng mit dem Thüringer Fußballverband, dem Landessportbund, dem Kreissportbund und dem KfA Mittelthüringen zusammen. Aber auch der Förderkreis für Integration oder das Kinderheim für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge ist schon seit längerem Partner bei der Ausrichtung sportlicher Aktivitäten. Der Verein betreut jetzt zwei Sportgruppen mit Menschen mit Migrationshintergrund, die noch nicht alle Vereinsmitglieder sind. 15 aktive Spieler in den unterschiedlichsten Altersklassen konnten in den letzten Jahren als Vereinsmitglied aufgenommen werden. Deshalb war es auch wichtig, dass im Verein Sportfreund Thomas Schmidt gefunden wurde, der als Integrations-Beauftragter sich dieser Sache besonders annahm. In diesem Jahr wurde er für sein langjähriges Engagement in dem Bereich durch den Kreissportbund dafür auch mit dem Integrationspreis des Sports im Weimarer Land geehrt. Seit über 5 Jahren engagiert sich der Verein jetzt aktiv durch bewusste Integrationsmaßnahmen in dem Bereich, ob dies bei der Unterstützung von Integrationsmaßnahmen für Familien in das gesellschaftliche Leben ist, der Integration von Familien in das Vereinsleben oder die Hilfe bei der Bewältigung von Alltagsproblemen einzelner. Für dieses Engagement und seine weiteren familienfreundlichen Maßnahmen erhielt der Verein im letzten Jahr auch den Familienpreis des Weimarer Landes. Dies schließt den sportlichen Erfolg aber nicht aus. So ist es dem Verein gelungen, einen stabilen Nachwuchsbereich aufzubauen, der im KfA Mittelthüringen große Beachtung findet und im Männerbereich durch eine wesentlich gesteigerte sportliche Leistung wieder eine geachtete Stellung einnimmt. Für den Verein war es in diesem Jahr von besonderer Bedeutung, dass er mit diesem Turnier in der Internationalen Woche gegen Rassismus ein Zeichen setzte, dass der Sport international ist, sich an gleiche Regeln halten und Menschen unterschiedlicher Nationalitäten, Religionen und Sozialkreisen zusammen führen kann. Der Sport bei allen Emotionen im sportlichen Wettkampf immer wieder zur Fairness und gegenseitiger Achtung führt. So auch bei diesem Turnier wieder geschehen. Nach 4 Stunden spannenden und zum Teil hochklassigen Spielen, die vor allem von den dann zahlreich angereisten Fans emotional angefeuerten wurden, ging ein Turnier zu Ende, welches die Erwartungen erfüllt hat.
Aus den Händen von Armin Romstedt und dem Jugendwart des KfA Mittelthüringen Sportfreund Bothe erhielten alle Mannschaften Pokale, einen Spielball und die Siegermannschaft einen Trikotsatz der TFV. Zum Abschluss des Turniers bedankte sich der Präsident des FSV Ilmtal Zottelstedt, bei allen Beteiligten. Bei den Spielern für die 160 Minuten durchweg spannenden und fairen Spiele, bei den Fans für die Unterstützung ihrer Mannschaften und bei den Spielerbetreuern, die sich wiederum für die guten Gespräche und Anregungen für ihre weitere Arbeit bedankten. Sportfreund Häfner lobte aber auch die Schiedsrichter für die weisen Entscheidungen, die Verantwortlichen des Kreises Weimarer Land, die dem Verein die Halle zur Verfügung stellten und dem Hallenwart Herrn Minner. Ein besonderer Dank galt dann den vielen Vereinsmitgliedern, die dieses Turnier vorbereiteten, die Durchführung absicherten und am Schluss den Besen schwangen. Am Ende verabschiedete sich ein syrischer Sportler mit den Worten.
„Ich fand es heute toll, komme wieder, weiß aber nicht, was besser war, das Fußballspielen, seine Mannschaft wurde Dritter, die Stimmung oder das Essen.“
Platzierungen
1. ArianaErfurt
2. Zeit-Punkt Artern
3. Roter Stern Gera
4. FC Adelan Jena
5. SDK Apolda
6. Jugendwohnheim Apolda
7. Schwarzer Adler Apolda
8. Kindersprachbrücke Jena

