Unvergessen

Hans-Jürgen Häfner, 26.01.2020

Unvergessen

Wir trauern

um unseren Sport- Freund Tom Kaselitz.

Uns scheint es, als wäre es gestern gewesen, dass Tom von Carl Zeiss Jena kommend seine Schuhe für uns schnürte. Mit seinem Bruder ließ er gemeinsam für unseren Verein den Löwen brüllen und mit seinen Eltern hat er unser Vereinsleben bereichert.                                                                             

Wir fühlen mit seinen Lieben, können Euren Schmerz nur erahnen, sind phasenweise gelähmt, ratlos  und doch voller Drang die Antworten auf Fragen zu finden. 

Wird jede Frage gestellt werden, jede Antwort gehört? 

Unsere  Gemeinschaft hat in den letzten Jahren viele Höhen aber auch Tiefen erlebt, sportlich, und auch beim Wichtigsten unseres Vereins, den Mitgliedern. Doch keine Meinungsverschiedenheit, keine Reaktion, ob falsch verstanden oder zur Unzeit getan, kann gegen den endgültigen Verlust eines Menschen ankommen. Es wird nur noch die Erinnerung sein, die uns unseren Tom bei uns bleiben lässt.                                                                

Im Juniorenbereich setzte er spielerische Akzente, zeichnete sich durch sein hohes technisches Können und seine gradlinige Spielweise aus. Schon damals war er in seiner Truppe sehr beliebt. Aber auch am Spielfeldrand waren er und seine Familie fest in unserem Verein integriert. Die tanzende oder fußballspielende Mutti, der Pflanzen für den Sportplatz organisierende Vati, oder denken wir nur an die Bänke, oder die gemeinsamen Feiern, überall waren sie helfend dabei.                                

Und wie das Leben so spielt, musste er auch eine Zeit seine Fußballschuhe an den Nagel hängen. Schule und Ausbildung rückten mehr in seinen Lebensmittelpunkt - und zu Recht, denn da meisterte er sein Leben auch mit Bravour.                                                                                                                        

Aber die Potten hingen nicht hoch genug. Er fand den Weg wieder zu uns und hatte keine Probleme, sich bei seinen Jungs sofort wohl zu fühlen. Was hat er nicht auf seiner Seite gewirbelt, das Spiel bereichert, manchen Gegner geschockt und trotzdem immer bescheiden und für seine Mannschaft da. Aber auch vor ihm machte das Verletzungspech keinen Halt. Dies zwang ihn einige Zeit zu pausieren. Zeit, in der er nicht bei seinen Sport- Freunden war, Zeit, die nicht vom Fußballspielen geprägt war, Zeit, die ?                                                                      So sind wir in unserer Trauer ganz nah bei seiner Familie, unseren langjährigen Wegbegleitern und Förderern unseres Vereins. Viele bringen dies auch in den neuen Medien zum Ausdruck, dies tut gut. Lasst uns noch mehr nach rechts und nach links schauen, um zu erkennen, wie es unseren Vereinsmitgliedern geht, um Hilfe zu geben, wer Hilfe braucht, wie unterschiedlich diese auch seien mag. Unser Sport ist ein Mannschaftssport, auf und neben dem Platz.  

Ich wünsche Euch allen die Zeit des Abschieds, die für jeden von uns sich anders gestalten kann, so wie jeder von uns zu Tom eine unterschiedliche Nähe hatte.

Ein feiner Mensch, helfender Freund und guter Kumpel ist von uns gegangen.                                    

Ruhe sanft!

Dein FSV Ilmtal Zottelstedt