Ein Trainer ergreift das Wort, der in große Fußstapfen tritt!
Hans-Jürgen Häfner, 09.03.2021
1.Wie heißt du, welche Mannschaft trainierst du und seit wann hast du dieses Amt bei uns?
Ich heiße Tobias Löbnitz und bin jetzt seit ungefähr einem Jahr Trainer der D-Junioren beim FSV Ilmtal Zottelstedt.
2.Warum hast du dich für ein Traineramt bei uns entschieden und was machst du noch außerhalb unseres Vereins?
Ich bin eng mit meiner Heimat verbunden und spiele schon seit meiner Kindheit aktiv Fußball in Zottelstedt. Ein Mitspieler, auch Trainer, guter Freund und Kapitän der ersten Männermannschaft Tobias Haase, hatte mich vor geraumer Zeit angesprochen, ob ich nicht auch Interesse an einem Trainerposten hätte. Außerdem zähle ich einige Spieler und auch Trainer, die sich beim FSV ehrenamtlich engagieren, zu meinen engeren Freundeskreis. Die Arbeit und das Training mit den Kids bereitet mir große Freude und das Amt des Trainers bringt mich auch für den weiteren beruflichen Werdegang und meinem Lehramtsstudium ein großes Stück weiter. Der wichtigste Grund für mich ist aber, das Fußball verbindet und gerade bei unserem Dorfverein spürt man diesen Zusammenhalt. Als Trainer kann man zusätzlich seine Weisheiten und Erfahrungen an die jüngere Generation weitergeben und hoffentlich mit der Begeisterung, welche ich für diese Sportart besitze, anstecken.
3.Wie hast du dich auf dieses Amt vorbereitet und was gehört deiner Meinung nach noch dazu?
Eine große Vorbereitung habe ich diesbezüglich nicht getroffen. Ich hatte in der Vergangenheit schon mal ein Traineramt im Verein übernommen und zahlreiche Trainingseinheiten nach meiner C-Lizenz als Stützpunkttrainer beim TFV in Feriencamps geleitet. Diese gesammelte Erfahrung und die wiederholten Abläufe der verschiedenen Trainingspraktiken haben mein Wissen im Trainer sein deutlich gestärkt. Was aber meiner Meinung noch dazugehört ist eine langanhaltende Weiterbildung, auch als Trainer kann man viele neue nützliche Dinge dazulernen. Deswegen ist von entscheidender Wichtigkeit bei Trainerlehrgängen teilzunehmen und anderen Trainer vereinsintern auf die Finger/ Füße zuschauen. Das Analysieren und Verstehen von Trainingsplänen und der Frage, wie man überhaupt eine lernintensive und spannende Trainingseinheit aufbaut, spielen meiner Meinung nach, eine sehr große Rolle.
Eine sehr klare Meinung, die seit 2013 zu unserer Vereinsphilosophie gehört und in unserer Satzung verankert wurde. Die Erfolge seit dieser Zeit geben uns nicht nur im Juniorenbereich Recht. Mehrere Ehrungen für den Verein, auch für sein Engagement in dem Bereich und eben die sportlichen Erfolge sprechen hier eine deutliche Sprache.
4.Bist du selber noch aktiver Fußballer, wie hälst du dich fit und hast du noch andere Hobbys?
Ich spiele selbst noch aktiv Fußball im Verein. In Corona Zeiten ist es momentan schwierig mit der Fitness. Durch lange Spaziergänge mit meinem Hund und auch Joggen gehen, versuche ich mich bestmöglich fit zu halten. Ich habe einige andere Hobbys, ich spiele Tennis, treffe mich mit Freunden und lese sehr gern auch mal ein Buch.
5.Warum bist du in unserem Verein und seit wann?
Mein Vater hatte mich damals in meiner Kindheit immer zum Fußball animiert. Er hat seine Fußballbegeisterung für unseren Verein auf mich übertragen. Ich bin mit einer kurzen Unterbrechung seit 1997 Spieler beim FSV Ilmtal Zottelstedt.
6.Was zeichnet nach deiner Meinung einen guten Fußballer aus?
Einen richtig guten Fußballer zeichnet vor allem eine Sache aus. Disziplin ist ein wichtiger Faktor. Wer engagiert trainiert und täglich am Ball übt, der kann ein großer Spieler werden. Fähigkeiten wie Ausdauer, Geschwindigkeit, technische Fertigkeiten mit dem Ball und eine gewisse Kraft sind für mich Grundvoraussetzungen, die ein guter Fußballer außerdem haben sollte.
7.Über welches für dich prägende Erlebnis als Trainer könntest du berichten und hast du Vorbilder in dem Amt?
Ich habe da viele positive und prägende Erlebnisse, von denen ich berichten könnte, einen Pokalsieg damals zum Beispiel. Vorbilder, ich würde sagen, meinen Vater sehe ich da als großes Vorbild, der als Trainer selbst sehr erfolgreich war, viel erreicht hat und das Wichtigste, bei mir und auch bei anderen Spielern die Begeisterung für Fußball geweckt hat. Im Profifußball gibt es da nur ein Vorbild für mich und das ist Jürgen Klopp, dieser Mann hat so viel Energie, er kann alle mitreißen.
8.Welches Ziel hast du mit deiner Mannschaft noch für diese Saison?
In der Saison befinden wir uns aktuell im Mittelfeld der Tabelle. Ein Ziel, das ich noch verfolge und ich spreche da auch für meine Spieler, ist es noch so viele Spiele wie möglich zu gewinnen und gerade Spiele, die einen gewissen Prestigecharakter haben für uns zu entscheiden.
9.Die Kapitäne fanden die Idee eines großen Trainingslagers für den Verein sehr gut und würden auch helfen. Was hälst du davon und wie könntest du dich einbringen?
Die Idee ist richtig gut und gerade Jahrgänge wie D-Junioren und C-Junioren könnten sich dadurch noch besser kennenlernen. Aber auch Mannschaftsintern kann so ein Trainingslager viel bezwecken, die Mannschaften haben durch dieses Trainingslager die Möglichkeit den Teamgedanken weiter zu kräftigen und den Zusammenhalt optimal zu fördern.
10.Was würdest du im Verein noch besser machen?
Ich finde der Vorstand macht eine großartige Arbeit und ich habe da kaum einen Verbesserungsvorschlag. Ich bin sehr zufrieden mit unserem Verein. Ich hätte nur eine Idee, man sollte aktiver sein in Sachen Spielerneuverpflichtungen. In dieser Beziehung handeln andere Vereine deutlich aggressiver als wir. Ich finde da könnte man noch einen Hauch mehr in die Offensive gehen.
Danke für die Anregung, die unser Sportliche Leiter gern aufnehmen wird. Gleichwohl ich dir natürlich bei diesem Punkt sagen möchte, dass wir auch dabei darauf schauen, dass der Spieler als Mensch in unseren Verein und in die Mannschaft passt. Dies war vor einigen Jahren nicht immer so.
11.Was würdest du noch sagen wollen?
Das es doch hoffentlich bald wieder los geht mit der schönsten Nebensache der Welt dem Fußball und Corona endet. Das würde ich sofort unterschreiben.
Herzlichen Dank und bei dem einen oder anderen Punkt kommen wir bestimmt noch einmal ins Gespräch.

