Kein gutes Wochenende für den Zottelstedter Fußball

Hans-Jürgen Häfner, 02.07.2013

Kein gutes Wochenende für den Zottelstedter Fußball

Was in der vergangenen Woche noch wie eine kurze Platzwässerung wirkte, wurde ab Freitag zur reißenden Gefahr.   Das Jahrhunderthochwasser, so wurde es jetzt von den Medien bezeichnet, suchte unseren Sportplatz heim. Langjährige Sportfreunde unseres Vereins verglichen es auch mit einer Situation, die sie 1994 schon einmal erlebten.      Am Freitag trat die Ilm ab dem Nachmittag rasend schnell über die Ufer und wurde zu einem reißenden Strom, der sich über unseren Sportplatz ergoss. das Wasser bahnte sich seinen Weg und stieg unaufhöhrlich. Die in der Vorwoche getroffenen Sicherungsmaßnahmen wurden noch erweitert, doch gelang es nicht vollständig, die Netze zu sichern. Die Flut stieg einfach zu schnell.    Am späten Abend wurde es Gewissheit, das Vereinsheim musste gesichert werden. Mit der Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr von Zottelstedt wurde begonnen, Sandsäcke zu legen. Bis 3 Uhr Nachts waren Vereinsmitglieder dabei, weiter zu sichern. Am Samstag schien die Gefahr gebannt. Doch Petrus hatte kein Einsehen und ließ das Wasser weiter steigen. Sand und Säcke wurden weiter geordert. Die Feuerwehr aus Apolda, die Leitstelle und der Betriebshof der Stadt halfen. Doch auch dies reichte nicht. Bei der Firma Radestock und Budde musste weiterer Sand geordert werden. Hunderte Sandsäcke wurden gefüllt und gelegt. Doch es konnte nicht verhindert werden, dass Wasser auf den Miniplatz drang und von unten durchdrückte. Die Terasse stand auch schnell unter Wasser und dies setzte dem Vereinsheim stark zu. Durch den unermüdlichen Einsatz vieler Vereinsmitglieder, Freunde des Vereins und Familienangehöriger gelang es, das Eindringen des Wassers in das Vereinsheim zu verhindern. Selbst während des DFB Pokalfinalspiels wurden Sandsäcke gefüllt und Schaden versucht abzuwenden. Doch die Gefahr war noch nicht gebannt. Wieder wurde es Mitternacht, bis sich die Helfer zurückziehen konnten.    Sonntag Morgen 6:00 Uhr stand das Wasser immer noch am Vereinsheim, der Miniplatz unter Wasser und über den Platz strömte rasend schnell die Ilm.   Mehr als 50 Helfer waren am Wochenende bemüht, größere Schäden zu verhindern. Dabei waren Vereinsmitglieder aus den unterschiedlichsten Mannschaften oder die gar nicht mehr aktiv Fußball spielen als Helfer unterwegs. Pfiffelbacher Sportfreunde, aber auch Spielerfrauen, Eltern oder Großeltern halfen fleißig mit. Für die Versorgung kamen spontan Vereinsfreunde mit belegten Broten und anderen leckeren Sachen und stärkten die fleißigen Helfer.    Nach diesem Wochenende ist klar, dass auf unserem Fußballplatz mehrere Wochen kein Fußball gespielt werden kann. Wir werden viel Kraft, ehrenamtliches Engagement, Unterstützung aber auch Geld benötigen, unsere erfolgreiche Sportarbeit fortsetzen zu können.      Fast wären die sportlichen Erfolge am Wochenende in den Hintergrund getreten, die nicht nur durch unsere Fußballspieler erreicht wurden, sondern die auch möglich wurden, weil unser Spielgemeinschaftspartner, der Oßmannstedter Sportverein uns seinen Platz zur Verfügung stellte. Dafür unseren herzlichen Dank.     Ja, ein Wochenende, was man sich als Verein nicht wünscht. Was aber auch gezeigt hat, dass wir nicht nur Fußball spielen können, sondern auch ehrenamtlich städtisches und Vereinseigentum vor Schaden schützen.            All jenen, die sich bei uns meldeten, noch helfen zu wollen, sei versichert, Eure Hilfe wird in den nächsten Wochen noch dringend gebraucht.     Jetzt erst einmal herzlichsten Dank allen Helfern und Unterstützern vom Wochenende.    Hans-Jürgen Häfner       Vereinspräsident