1.Mannschaft : Spielbericht
6. Spieltag - 26.09.2026 15:00 Uhr
| SV Einheit Legefeld | FSV Ilmtal Zottelstedt | |||
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3 | : | 5 | ![]() |
| (0 | : | 2) | ||
Aufstellung
| J. Körbs | R. Erfurth | ||
| M. Fuchs | |||
| M. Kellner | J. Jennicke | ||
| T. HaaseC | K. Trepanovski (65' D. Kallenbach) |
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| F. Petzold | H. Kohler (75' G. Hätscher) |
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| F. Rothe | |||
| R. Plotka | |||
Spielstatistik
Tore
2x Jonathan Körbs, Moritz Kellner, Richard Erfurth, Damon-Paul KallenbachAssists
Hannes Kohler, Kevin Trepanovski, Moritz Kellner, Milan Fuchs, Jonas JennickeGelbe Karten
Felix Rothe, Richard ErfurthRote Karten
Felix Rothe (85')Zuschauer
40Torfolge
| 0:1 (5') | Richard Erfurth (Hannes Kohler) |
| 0:2 (42') | Jonathan Körbs (Moritz Kellner) |
| 0:3 (50') | Jonathan Körbs (Kevin Trepanovski) |
| 0:4 (65') | Moritz Kellner (Jonas Jennicke) |
| 1:4 (72') | SV Einheit Legefeld |
| 1:5 (75') | Damon-Paul Kallenbach (Milan Fuchs) |
| 2:5 (82') | SV Einheit Legefeld |
| 3:5 (88') | SV Einheit Legefeld per Elfmeter |
Fünf Buden, bisschen Theater und der erste Auswärtsdreier 🎭⚽
Auswärtsspiel Nummer drei – und endlich Auswärtssieg Nummer eins!
Wer schon einmal in Legefeld gespielt hat, weiß ungefähr, was einen erwartet: kleiner Platz, tief stehender Gegner und Fußball, der selten einen Schönheitspreis gewinnt. Muss er aber auch nicht. Am Ende nehmen wir beim 5:3 völlig verdient die drei Punkte mit – auch wenn wir es mal wieder geschafft haben, aus einer eigentlich klaren Nummer hinten raus noch eine kleine Abendveranstaltung zu machen.
Wir kamen gut rein und gingen früh in Führung. Schön durchkombiniert, Richard mittendrin und Richi blieb vorm Tor ganz entspannt: langer Winkel, 1:0.
Zwei Minuten später hätte Richi allerdings auch schon wieder duschen gehen können. Und zwar nicht freiwillig. Eine Aktion, bei der wir uns über glatt Rot nicht hätten beschweren dürfen. Es blieb bei Gelb – Schwein gehabt. Auch Haasi hätte nach einem taktischen Foul Gelb bekommen können. Erwähnen wir ausdrücklich, bevor wieder jemand behauptet, wir hätten nur dann Augen, wenn der Schiri gegen uns pfeift. 😉
Danach wurde die Stimmung zunehmend kuschelig. Auf dem Platz, daneben und auch zwischen den Trainerbänken. Sagen wir es so: Beide Trainer hätten sich in Halbzeit eins für ihr Sozialverhalten keine Eins mit Sternchen abgeholt. In der zweiten Hälfte hatten sich dann aber beide wieder lieb beziehungsweise zumindest so weit im Griff, dass man sich auf Fußball konzentrieren konnte.
Legefeld wurde für etwa zehn Minuten gefährlicher. Das Mittel der Wahl war dabei relativ schnell gefunden: lang, länger, Legefeld. Auf dem kleinen Platz gar nicht mal so dumm. Einmal hatten wir die Situation eigentlich schon abgehakt, doch Reik offenbar nicht. Der flog noch irgendwie hin und lenkte den Ball grandios an den Pfosten.
Kurz vor der Pause dann wir: starker Ball auf Moritz, der über außen durchgeht und mustergültig auf Joshi zurücklegt. Joshi bleibt eiskalt – 2:0.
Pause. Durchatmen. Weiter.
Legefeld kam mit viel Willen aus der Kabine. Joshi fand allerdings, dass zwei Tore Vorsprung etwas wenig sind, und machte kurzerhand das 3:0.
Dann kam Mo.
Gut 20 Meter, rechte Seite, einmal Maß genommen und das Ding oben links genau in den Knick geschweißt. Der Ball schlug ein, fiel senkrecht runter und blieb einfach liegen.
4:0.
Torwart geguckt. Wir geguckt. Ball lag drin.
Kannste nix machen.
Eigentlich war das Spiel damit durch.
Also theoretisch.
Praktisch sind wir schließlich immer noch wir.
Legefeld kam nach einem Freistoß zum 4:1. Interessant dabei: Eine ziemlich ähnliche Aktion wenige Sekunden vorher auf der anderen Seite lief noch weiter. Diesmal kam der Pfiff. Die anschließende Flanke war allerdings stark und der Stürmer machte das ebenfalls gut.
Unsere Antwort folgte prompt. Milan nahm eine Situation clever an und bekam einen Freistoß. Und auch hier bleiben wir ehrlich: Den muss man genauso wenig zwingend pfeifen. Damon interessierte die juristische Aufarbeitung allerdings herzlich wenig. Anlauf, Schuss – Bums. 5:1. Überragend verwandelt, entgegen der Torwartecke.
Jetzt aber wirklich Feierabend?
Natürlich nicht.
Wir halfen Legefeld beim 5:2 noch ein bisschen auf die Sprünge und plötzlich entwickelte die Partie wieder einen Puls, den sie eigentlich gar nicht mehr gebraucht hätte.
Und dann kam die Schlussphase.
Im Strafraum die nächste 50:50-Situation. Kontakt war da, gleichzeitig wird auch ordentlich Ball gespielt. Der Schiedsrichter zeigte auf den Punkt.
Und Reik?
Hält das Ding! Schon wieder!
Vielleicht sollten wir langsam einfach standardmäßig Elfmeter gegen uns verursachen. Scheint aktuell die sicherere Variante zu sein.
Beim Nachschuss klärte Felix auf der Linie. Mit dem Kopf. Der Schiedsrichter sah allerdings eine Hand, zeigte Rot und sorgte damit für reichlich Verwunderung. Besonders bitter: Selbst Gegenspieler bestätigten anschließend, dass Felix den Ball mit dem Kopf geklärt hatte.
Für Felix richtig ärgerlich, weil er momentan in starker Form ist und bisher eine richtig gute Saison spielt. Hoffentlich hält sich die Sperre nach dieser Szene entsprechend in Grenzen.
Insgesamt muss man sagen: Der Schiedsrichter hatte keinen guten Tag. Keine klare Linie und einige Entscheidungen, die auf beiden Seiten schwer nachvollziehbar waren.
Aber: Der Junge ist noch minderjährig.
Und wenn wir uns anschauen, wie viele Fehler 22 erwachsene Männer plus Trainer an so einem Nachmittag produzieren, wäre es ziemlich billig, einen jungen Schiedsrichter für alles verantwortlich zu machen. Solche Spiele muss er pfeifen, um daraus zu lernen. Wettkampfhärte gibt’s schließlich nicht als YouTube-Tutorial.
Einer bekam seine Wettkampfhärte allerdings besonders eindrucksvoll präsentiert: die Nummer 14 von Legefeld.
Ein gestandener Mann, ein ordentlicher Baum – und trotzdem wurde bei dem einen oder anderen Kontakt eine Darbietung geboten, bei der selbst die örtliche Theatergruppe nervös auf die Besetzungsliste geschaut haben dürfte. 🎭
So viel Körper und dann so wenig Vertrauen in dessen Standfestigkeit – faszinierend.
Aber gut. Jeder hat seine Talente.
Irgendwann war dann tatsächlich Schluss.
5:3-Auswärtssieg!
Völlig verdient, mit den deutlich besseren Chancen und eigentlich genug Möglichkeiten, das Ding wesentlich früher und deutlicher zuzumachen. Stattdessen haben wir vorne einiges liegen lassen und hinten noch ein bisschen künstliche Spannung eingebaut.
Damit holen wir unseren ersten Auswärtsdreier der Saison und übernehmen erstmal die Tabellenführung. 🔝
Großschwabhausen dürfte allerdings noch die Punkte aus dem ausgefallenen Spiel gegen Weimar bekommen. Weimar trat wegen eines Volksfestes nicht an, nachdem man sich vorher nicht auf eine Verlegung einigen konnte.
Herrenfußball 2026: Montag bis Freitag gemeinsam arbeiten, Familien organisieren und das Leben auf die Reihe bekommen – aber einen neuen Termin für 90 Minuten Fußball finden? Unlösbare Aufgabe. 😄
Sei’s drum.
Fünf Buden. Drei Punkte. Erster Auswärtssieg. Kurz Tabellenführer.
Legefeld war wie erwartet eklig.
Wir waren besser.
Und hinten raus haben wir nochmal dafür gesorgt, dass auch wirklich keiner entspannt nach Hause fährt.
Zotti-Fußball eben. 🍻⚽
Quelle: Stefan Tarne



